Fuerteventura – das ist Wasser und Strand, Meer und Sonne pur. Fuerteventura ist noch vor Gran Canaria aber nach Teneriffa die zweitgrößte Insel der Kanaren. Während die beiden anderen Inseln aber je um die 900.000 Einwohner haben, ist Fuerteventura eher dünn besiedelt mit knapp über 100.000 Einwohnern.

150 Kilometer Strand erwarten Urlauber und Wassersportler auf Fuerteventura – es gibt sogar abgelegene und einsame Strände auf dieser Insel. Im Inselinneren hingegen wartet eine spektakuläre Vulkanlandschaft.

Was man auf Fuerteventura gesehen haben sollte

Natürlich reizen vor allem Sonne und Strand und hier gibt es einige zur Auswahl. Aber von Fuerteventura kann man auch die Sterne beobachten (siehe Aussichtspunkt weiter unten).

Playa de La Concha in El Cotillo

Sonnenuntergang El Cotillo Strand auf Fuerteventura
Sonnenuntergang El Cotillo Strand auf Fuerteventura

Zu den tollsten Stränden auf Fuerteventura gehört sicherlich die Playa de la Concha in El Cotillo. Dieser Strand wird durch ein natürliches Riff geschützt, dadurch ist das Meer hier ruhig und bietet einigen Unterwasserbewohnern ebenfalls Schutz vor den Wellen. Der Sand an diesem Strand ist weiß – so wie man sich einen echten Traumstrand eben vorstellt. Concha ist übrigens das spanische Wort für Muschel bzw. Muschelschale. Und natürlich kann man bei El Cotillo auch tolle Sonnenuntergänge erleben.

Playa de La Concha auf der Insel Lobos

Nahe von Fuerteventura findet sich noch eine weitere Insel, die kleine Insel Lobos. Auch hier befindet sich ein Naturpark und an diesem schönen Ort lebten früher eigentlich nur Mittelmeer-Mönchsrobben und Seelöwen. Zudem gibt es hier endemische Pflanzen und auch Vogelarten, die einmalig sind, denn sie kommen eben nur hier vor. Und auf Lobos findet sich eben auch wieder eine Playa de La Concha. Zu erreichen ist Lobos nur mit dem Boot.

Playa de Costa Calma

Playa an der Costa Calma Fuerteventura
Costa Calma – ruhige Küste und Strand auf Fuerteventura

Am Strand der ruhigen Küste, das bedeutet Playa de Costa Calma übersetzt, wartet wieder ein weißer Strand mit türkisblauem Wasser. Hier im Süden von Fuerteventura findet sich auch Jandía, eine Touristenhochburg. Zehn Kilometer lang ist die Playa de Costa Calma.

Halbinsel Jandia

Die Halbinsel Jandía liegt im Süden von Fuerteventura. Dazu gehört auch ein Bergmassiv und der 807 Meter hohe höchste Punkt von Fuerteventura, der pico de la Zarza (auch Pico de Jandía genannt). Auf der Halbinsel findet sich nicht nur die Landspitze Punta de Jandía sondern eben auch der Tourismusort Jandía Playa (auch Solana Matorral genannt). Zusammen mit Morro Jable bildet dieser das Zentrum der südlichen Insel. Das erste Hotel entstand hier 1966. Bei einem blieb es nicht.

Playa de Cofete

Die Playa de Cofete gilt als der berühmteste der unberührten Strände der Kanaren. Dieser Strand bringt es auf zwölf Kilometer Länge und er ist eingebettet in eine üppige Naturlandschaft ohne Bebauung. Eine echte Rarität also.

Naturpark Corralejo

Am Ende der Dünen (bei diesem großen Sanddünenbereich handelt es sich um Wanderdünen) des Naturparks Corralejo befinden sich gleich neun Kilometer lange Strände und kleine Buchten. Auch hier locken feiner weißer Strand und natürlich wieder türkisblaues Wasser. Beim Naturpark Corralejo handelt es sich um einen geschützten Naturraum. Man findet ihm in Nordosten der Insel. Der Sand hier besteht zu großen Teilen aus zerriebenen Neerestiergehäusen (Muscheln und Schneckenhäusern).

Betancuria

Betancuria - Kirche Santa Maria

Die älteste Stadt der Insel Fuerteventura ist Betancuria und hier findet sich eine sehenswerte Altstadt. Die Stadt selbst wurde im 15. Jahrhundert gegründet, in diesem Jahrhundert wurden die Kanaren auch von den Spaniern erobert. Einst war Betancuria auch die Hauptstadt von Fuerteventura und damit auch kultureller Mittelpunkt der Insel. Wer Zeit hat, sollte nicht nur die Altstadt besuchen, sondern vielleicht sogar das archäologische Museum der Stadt. Hier erhält man einen Einblick in das Leben der früheren Bewohner.

Aussichtspunkt Morro Velosa – Sternebeobachtung

An der Westküste von Fuerteventura in der Nähe von Betancuria) findet sich der Aussichtspunkt Morro Velosa. Nicht nur tagsüber hat man hier eine tolle Sicht, auch der Nachthimmel, in diesem Fall der östliche Sternenhimmel der Kanaren, lässt sich hier gut beobachten, und zwar vom Berg Tegú aus, der auf 669 Metern liegt. Das besondere hier ist, dass man eben nicht mit Lichtverschmutzung zu kämpfen hat, sondern einen ungetrübten Blick in den Nachthimmel genießen kann. Und da es auf den Kanaren sehr häufig wolkenfrei ist, eben auch ungestört von Wolken. Beachten sollte man aber, wenn man wirklich vor hat, von hier aus die Sterne zu beobachten, dass es auf knapp 700 Metern auch im Sommer durchaus frisch sein kann. Warme oder zumindest wärmende Kleidung wird daher empfohlen. Immerhin gibt es hier Parkplätze. Und Informationstafeln helfen bei der Orientierung. Am besten nimmt man wenigstens ein Fernglas mit hierher. Der Aussichtspunkt befindet sich an der FV-30 Am Rande des Parque Rural de Betancuria.

Wissenswertes über Fuerteventura

Klima Fuerteventura

Das Klima der Insel Fuerteventura ist das ganze Jahr über mild. Niederschlag fällt nur selten. Denn die Wolken ziehen einfach so über Fuerteventura hinweg, denn die höchste Erhebung der Insel ist der Pico de la Zarza mit nur 807 Metern Höhe. Zu niedrig, als dass Wolken hier hängen bleiben und abregnen könnten, wie es auf Gran Canaria und Teneriffa der Fall ist. Das führt auf den beiden anderen Kanarischen Inseln zu einem grünen Norden. Und so hat Fuerteventura auch etwas Wüstenartiges. Palmen müssen künstlich bewässert werden, die Landwirtschaft versucht sich inzwischen im Anbau von Olivenbäumen und Aloe Vera.

Die Temperaturen liegen zwischen 20 Grad im Januar und 29 Grad im August. Allerdings gibt es noch das Wetterphänomen Calima, ein wüstenartiger Wind aus der Sahara. Dieser bringt nicht nur trockene und heiße Luft mit, sondern auch jede Menge Staub. Temperaturen von über 40 Grad sind dann keine Seltenheit. Das Phänomen kann auch im Winter auftreten. Dann wird es zwar nicht ganz so heiß, die trockene Luft macht Menschen und Tieren aber dennoch zu schaffen.

Monatliche Durchschnittstemperaturen für Corralejo (Fuerteventura)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Maximale Temperatur (°C) / Monatsmitteltemperatur
20 21 23 24 25 26 29 29 28 27 25 21 Ø 24,9
Minimale Temperatur (°C)
14 13 13 14 16 18 19 20 20 18 17 15 Ø 16,4
Sonnenstunden – Durchschnittliche Anzahl an Sonnenstunden pro Tag (h/d)
6 7 7 8 9 11 11 11 9 7 6 6 Ø 8,2
Regentage / Tage mit Regen im angegebenem Monat (d)
7 4 3 2 1 0 0 0 1 4 6 6 Σ 34
Wassertemperatur Atlantik vor Corralejo (Fuerteventura) in Grad Celsius (°C)
18 17 17 18 18 19 19 20 20 20 19 19 Ø 18,7

Vulkanischer Ursprung der Kanaren

Wie alle Inseln der Kanaren ist auch Fuerteventura vulkanischen Ursprungs. Dabei ist Fuerteventura die älteste Insel der Kanaren. Sie entstand vor etwa 20,6 Millionen Jahren. Die letzten vulkanischen Aktivitäten auf Fuerteventura sind allerdings schon einige Jahre her, etwa 4000 bis 5000 Jahre.

 

 

Inseln der Kanaren in der Übersicht
Größe Zahl der Einwohner Bevölkerungsdichte